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28.3 Die Legende von Khökhöö Namdschil

Heute gibt es eine der berühmtesten Legenden, die es daher in unzähligen Varianten gibt. Schön und herzzerreißend sind sie aber alle. Lest selbst…

Die Legende von Khökhöö Namdschil

Vor langer Zeit lebte an der östlichen Grenze der Mongolei ein Mann namens Khökhöö Namdschil. Weil er eine einzigartig wunderschöne Stimme hatte, war er in seiner Heimat sehr berühmt. Aber dann musste Khökhöö Namdschil seinen Militärdienst leisten und ging an die westliche Grenze der Mongolei. Sein Vorgesetzter bemerkte sofort seine schöne Stimme und anstatt Khökhöö Namdschil normalen Dienst leisten zu lassen, ließ er ihn die drei Jahre bis zum Ende seiner Militärzeit Lieder vortragen.

Doch eines Tages bat Khökhöö Namdschil die Verwaltungsbeamten: „Ich war noch kein einziges Mal draußen bei dem Vieh und bin geritten. Und obwohl es mir hier eigentlich sehr gut geht, so fehlt mir doch etwas. Erlauben Sie mir doch für einige Tage die Pferde zu versorgen.“

„Der Zeitpunkt deiner Entlassung ist nah und du hast uns mit deiner Stimme erfreut. Dieses eine Mal magst du also, wie du es wünscht, für fünf Tage mit einer Pferdeherde reiten,“ erwiderten sie. So trieb Khökhöö Namdschil seine Herde und kam schließlich an das Ufer eines Sees, wo er seine Pferde tränkte. Als er dort am Ufer stand, erschien ein Mädchen in einem grünen Seidendeel, das auf einem schönen, schwarzen Pferd ritt.

„Meine Eltern schicken mich, um Sie zu ihnen zu führen,“ sagte sie.

Khökhöö Namdschil fragte: „Wie soll ich denn zu ihnen gelangen?“ Weiterlesen

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