Archiv der Kategorie: Schöne Literatur

35.7 Baron Münchhausens Wunderbare Reise – Zweites bis Viertes See-Abenteuer

Zum Abschluss des Gastauftritt der Münchhausiaden im Märchensammler gibt es heute noch einige der See-Abenteuer, denen man deutlich anmerkt, dass sie stückwerkartig entstanden sind und vor allem Zugeständnis an den Zeitgeschmack sind – allerdings wiederum mit pointiertem Witz und Kritik. Aber lest selbst…

Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen
Zweites See-Abenteuer

Im Jahr 1766 schiffte ich mich zu Portsmouth auf einem englischen Kriegsschiffe erster Ordnung, mit hundert Kanonen und vierzehnhundert Mann, nach Nordamerika ein. Ich könnte hier zwar erst noch allerlei, was mir in England begegnet ist, erzählen; ich verspare es aber auf ein anderes Mal. Eins jedoch, welches mir überaus artig vorkam, will ich nur noch im Vorbeigehen mitnehmen. Ich hatte das Vergnügen, den König mit großem Pompe in seinem Staatswagen nach dem Parlament fahren zu sehen. Ein Kutscher mit einem ungemein respektablen Barte, worein das englische Wappen sehr sauber geschnitten war, saß gravitätisch auf dem Bocke und klatschte mit seiner Peitsche ein ebenso deutliches als künstliches* –

Anlangend unsere Seereise, so begegnete uns nichts Merkwürdiges, bis wir ohngefähr noch dreihundert Meilen von dem St. Lorenzflusse entfernt waren. Hier stieß das Schiff mit erstaunlicher Gewalt gegen etwas an, das uns wie ein Fels vorkam. Gleichwohl konnten wir, als wir das Senkblei auswarfen, mit fünfhundert Klaftern noch keinen Grund finden. Was diesen Vorfall noch wunderbarer und beinahe unbegreiflich machte, war, dass wir unser Steuerruder verloren, das Bugspriet mitten entzweibrachen und alle unsere Masten von oben bis unten aus zersplitterten, wovon auch zwei über Bord stoben. Ein armer Teufel, welcher gerade oben das Hauptsegel beilegte, flog wenigstens drei Meilen weit vom Schiffe weg, ehe er zu Wasser fiel. Allein er rettete noch dadurch glücklich sein Leben, dass er, während er in der Luft flog, den Schwanz einer Rotgans ergriff, welches nicht nur seinen Sturz in das Wasser milderte, sondern ihm auch Gelegenheit gab, auf ihrem Rücken oder vielmehr zwischen Hals und Fittichen so lange nachzuschwimmen, bis er endlich an Bord genommen werden konnte. Ein anderer Beweis von der Gewalt des Stoßes war dieser, dass alles Volk zwischen den Verdecken empor gegen die Kopfdecke geschnellt ward. Mein Kopf ward dadurch ganz in den Magen hinabgepufft, und es dauerte wohl einige Monate, ehe er seine natürliche Stellung wieder bekam. Noch befanden wir uns insgesamt in einem Zustande des Erstaunens und einer allgemeinen unbeschreiblichen Verwirrung, als sich auf einmal alles durch Erscheinung eines großen Walfisches aufklärte, welcher an der Oberfläche des Wassers, sich sömmernd**, eingeschlafen war. Dies Ungeheuer war so übel damit zufrieden, dass wir es mit unserm Schiffe gestört hatten, dass es nicht nur mit seinem Schwanze die Galerie und einen Teil des Oberlofs*** einschlug, sondern auch zu gleicher Zeit den Hauptanker, welcher wie gewöhnlich am Steuer aufgewunden war, zwischen seine Zähne packte und wenigstens sechzig Meilen weit, sechs Meilen auf eine Stunde gerechnet, mit unserm Schiffe davoneilte. Gott weiß, wohin wir gezogen sein würden, wenn nicht noch glücklicherweise das Ankertau zerrissen wäre, wodurch der Walfisch unser Schiff, wir aber auch zugleich unsern Anker verloren. Als wir aber sechs Monate hierauf wieder nach Europa zurücksegelten, so fanden wir ebendenselben Walfisch in einer Entfernung weniger Meilen von ebender Stelle tot auf dem Wasser schwimmen, und er maß ungelogen der Länge nach wenigstens eine halbe Meile. Da wir nun von einem so ungeheuren Tiere nur wenig an Bord nehmen konnten, so setzten wir unsre Boote aus, schnitten ihm mit großer Mühe den Kopf ab und fanden zu unserer großen Freude nicht nur unsern Anker, sondern auch über vierzig Klafter Tau, welches auf der linken Seite seines Rachens in einem hohlen Zahne steckte. Dies war der einzige besondere Umstand, der sich auf dieser Reise zutrug. Doch halt! Eine Fatalität hätte ich beinahe vergessen. Weiterlesen

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35.6 Baron Münchhausens Wunderbare Reise – Erstes See-Abenteuer

Die See-Abenteuer des Barons, von denen es heute und morgen die ersten beiden gibt, sind übrigens gerade nicht ‚authentisch‘ – wobei ja schon des Barons vermeintlich eigene Geschichte es nicht wirklich ist, sondern eben Bürgers freie Rückübersetzung von Raspes freier Verarbeitung von den Geschichten, die Hieronymus wirklich zu erzählen pflegte. In den See-Abenteuern hat Raspe – und ihm folgend auch Bürger – nun aber auch die Abenteuer von anderen Reisenden seit der Antike eingebaut. Aber lest selbst…

Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen
Erstes See-Abenteuer

Gleich die erste Reise, die ich in meinem Leben machte, geraume Zeit vor der russischen, von der ich eben einige Merkwürdigkeiten erzählt habe, war eine Reise zur See.

Ich stand, wie mein Onkel, der schwarzbartigste Husarenoberste, den ich je gesehen habe, mir oft zuzuschnurren pflegte, noch mit den Gänsen im Prozesse, und man hielt es noch für unentschieden, ob der weiße Flaum an meinem Kinne Keim von Dunen oder von einem Barte wäre, als schon Reisen das einzige Dichten und Trachten meines Herzens war. Da mein Vater teils selbst ein ehrliches Teil seiner früheren Jahre mit Reisen zugebracht hatte, teils manchen Winterabend durch die aufrichtige und ungeschminkte Erzählung seiner Abenteuer verkürzte, von denen ich Ihnen vielleicht in der Folge noch einige zum besten gebe, so kann man jene Neigung bei mir wohl mit ebenso gutem Grunde für angeboren als für eingeflößt halten. Genug, ich ergriff jede Gelegenheit, die sich anbot oder nicht anbot, meiner unüberwindlichen Begierde, die Welt zu sehen, Befriedigung zu erbetteln oder zu ertrotzen; allein vergebens. Gelang es mir auch einmal, bei meinem Vater eine kleine Bresche zu machen, so taten Mama und Tante desto heftigeren Widerstand, und in wenigen Augenblicken war alles, was ich durch die überlegtesten Angriffe gewonnen hatte, wieder verloren. Endlich fügte sich’s, dass einer meiner mütterlichen Verwandten uns besuchte. Ich wurde bald sein Liebling: er sagte mir oft, ich wäre ein hübscher, munterer Junge, und er wolle alles mögliche tun, mir zur Erfüllung meines sehnlichsten Wunsches behilflich zu sein. Seine Beredsamkeit war wirksamer als die meinige, und nach vielen Vorstellungen und Gegenvorstellungen, Einwendungen und Widerlegungen wurde endlich zu meiner unaussprechlichen Freude beschlossen, dass ich ihn auf einer Reise nach Ceylon, wo sein Onkel viele Jahre Gouverneur gewesen war, begleiten sollte.

Wir segelten mit wichtigen Aufträgen Ihrer Hochmögenden, der Staaten von Holland, von Amsterdam ab. Unsere Reise hatte, wenn ich einen außerordentlichen Sturm abrechne, nichts Besonderes. Dieses Sturmes aber muss ich seiner wunderbaren Folgen wegen mit ein paar Worten gedenken. Er nahm sich auf, gerade als wir bei einer Insel vor Anker lagen, um uns mit Holz und Wasser zu versorgen, und tobte mit solcher Heftigkeit, dass er eine große Menge Bäume von ungeheurer Dicke und Höhe mit der Wurzel aus der Erde riss und durch die Luft schleuderte. Ungeachtet einige dieser Bäume mehrere hundert Zentner schwer waren, so sahen sie doch wegen der unermesslichen Höhe – denn sie waren wenigstens fünf Meilen über der Erde – nicht größer aus als kleine Vogelfederchen, die bisweilen in der Luft umherfliegen. Indes, sowie der Orkan sich legte, fiel jeder Baum senkrecht in seine Stelle und schlug sogleich wieder Wurzel, so dass kaum eine Spur der Verwüstung zu sehen war. Nur der größte machte hiervon eine Ausnahme. Als er durch die plötzliche Gewalt des Sturmes aus der Erde ausgerissen wurde, saß gerade ein Mann mit seinem Weibe auf den Ästen desselben und pflückte Gurken; denn in diesem Teile der Welt wächst diese herrliche Frucht auf Bäumen. Das ehrliche Paar machte so geduldig als Blanchards Hammel* die Luftreise mit, veranlasste aber durch seine Schwere, dass der Baum sowohl von seiner Richtung gegen seinen vorigen Platz abwich, als auch in einer horizontalen Lage herunterkam. Nun hatte, so wie die meisten Einwohner dieser Insel, auch ihr allergnädigster Kazike** während des Sturms seine Wohnung verlassen, aus Furcht, unter den Trümmern derselben begraben zu werden, und wollte gerade wieder durch seinen Garten zurückgehen, als dieser Baum herniedersauste und ihn, glücklicherweise, auf der Stelle totschlug.

– „Glücklicherweise?“ – Weiterlesen

35.5 Baron Münchhausens Wunderbare Reise – Gefangenschaft und Heimkehr

Nach den Exkursen zu Jagd und Hunden wie Pferden kommt der Baron nun apropos seines Lieblingspferdes zurück zur eigentlichen Handlung. Lest selbst…

Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen
Heute: Gefangenschaft und Heimkehr

Trotz aller meiner Tapferkeit und Klugheit, trotz meiner und meines Pferdes Gewandtheit und Stärke ging’s mir in dem Türkenkriege doch nicht immer nach Wunsche. Ich hatte sogar das Unglück, durch die Menge übermannt und zum Kriegsgefangenen gemacht zu werden. Ja, was noch schlimmer war, aber doch immer unter den Türken gewöhnlich ist, ich wurde zum Sklaven verkauft. In diesem Stande der Demütigung war mein Tagewerk nicht sowohl hart und sauer als vielmehr seltsam und verdrießlich. Ich musste nämlich des Sultans Bienen alle Morgen auf die Weide treiben, sie daselbst den ganzen Tag lang hüten und dann gegen Abend wieder zurück in ihre Stöcke treiben. Eines Abends vermisste ich eine Biene, wurde aber sogleich gewahr, dass zwei Bären sie angefallen hatten und ihres Honigs wegen zerreißen wollten. Da ich nun nichts anderes Waffenähnliches in Händen hatte als die silberne Axt, welche das Kennzeichen der Gärtner und Landarbeiter des Sultans ist, so warf ich diese nach den beiden Räubern, bloß in der Absicht, sie damit wegzuscheuchen. Die arme Biene setzte ich auch wirklich dadurch in Freiheit; allein durch einen unglücklichen, allzu starken Schwung meines Armes flog die Axt in die Höhe und hörte nicht auf zu steigen, bis sie im Monde niederfiel. Wie sollte ich sie nun wiederkriegen? Mit welcher Leiter auf Erden sie herunterholen? Da fiel mir ein, dass die türkischen Bohnen sehr geschwind und zu einer ganz erstaunlichen Höhe emporwüchsen. Augenblicklich pflanzte ich also eine solche Bohne, welche wirklich emporwuchs und sich an eines von des Mondes Hörnern von selbst anrankte. Nun kletterte ich getrost nach dem Monde empor, wo ich auch glücklich anlangte. Es war ein ziemlich mühseliges Stückchen Arbeit, meine silberne Axt an einem Orte wiederzufinden, wo alle andere Dinge gleichfalls wie Silber glänzten. Endlich aber fand ich sie doch auf einem Haufen Spreu und Häckerling. Nun wollte ich wieder zurückkehren, aber ach, die Sonnenhitze hatte indessen meine Bohne aufgetrocknet, so dass daran schlechterdings nicht wieder herabzusteigen war. Was war nun zu tun? – Ich flocht mir einen Strick von dem Häckerling, so lang ich ihn nur immer machen konnte. Diesen befestigte ich an eines von des Mondes Hörnern und ließ mich daran heruntern. Mit der rechten Hand hielt ich mich fest, und in der linken führte ich meine Axt. Sowie ich nun eine Strecke hinuntergeglitten war, so hieb ich immer das überflüssige Stück über mir ab und knüpfte dasselbe unten wieder an, wodurch ich denn ziemlich weit heruntergelangte.

Dieses wiederholte Abhauen und Anknüpfen machte nun freilich den Strick ebensowenig besser, als es mich völlig herab auf des Sultans Landgut brachte. Ich mochte wohl noch ein paar Meilen weit droben in den Wolken sein, als mein Strick auf einmal zerriss und ich mit solcher Heftigkeit herab zu Gottes Erdboden fiel, dass ich ganz betäubt davon wurde. Durch die Schwere meines von einer solchen Höhe herabfallenden Körpers fiel ich ein Loch, wenigstens neun Klafter tief, in die Erde hinein. Ich erholte mich zwar endlich wieder, wusste aber nun nicht, wie ich wieder herauskommen sollte. Allein was tut nicht die Not? Ich grub mir mit meinen Nägeln, deren Wuchs damals vierzigjährig war, eine Art von Treppe und förderte mich dadurch glücklich zutage. Weiterlesen

35.4 Baron Münchhausens Wunderbare Reise – zieht in den Krieg

Nach den Exkursen zu Jagd und Hunden wie Pferden kommt der Baron nun apropos seines Lieblingspferdes zurück zur eigentlichen Handlung. Lest selbst…

Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen
Heute: Im Krieg gegen die Türken

Ein angenehmeres Geschenk hätte mir nun wohl nicht leicht gemacht werden können, besonders da es mir so viel Gutes von einem Feldzuge weissagte, in welchem ich mein erstes Probestück als Soldat ablegen wollte. Ein Pferd, so gefügig, so mutvoll und feurig – Lamm und Bucephal* zugleich –, musste mich allezeit an die Pflichten eines braven Soldaten und an die erstaunlichen Taten erinnern, welche der junge Alexander im Felde verrichtet hatte.

Wir zogen, wie es scheint, unter anderm auch in der Absicht zu Felde, um die Ehre der russischen Waffen, welche in dem Feldzuge unter Zar Peter am Pruth ein wenig gelitten hatte, wiederherzustellen.** Dieses gelang uns auch vollkommen durch verschiedene zwar mühselige, aber doch rühmliche Feldzüge unter Anführung des großen Feldherrn, dessen ich vorhin erwähnte.

Die Bescheidenheit verbietet es Subalternen, sich große Taten und Siege zuzuschreiben, wovon der Ruhm gemeiniglich den Anführern, ihrer Alltagsqualitäten ungeachtet, ja wohl gar verkehrt genug Königen und Königinnen in Rechnung gebracht wird, welche niemals anders als Musterungspulver rochen, nie außer ihren Lustlagern ein Schlachtfeld, noch außer ihren Wachtparaden ein Heer in Schlachtordnung erblickten.

Ich mache also keinen besondern Anspruch an die Ehre von unsern größern Affären mit dem Feinde. Wir taten insgesamt unsere Schuldigkeit, welches in der Sprache des Patrioten, des Soldaten und kurz des braven Mannes ein sehr viel umfassender Ausdruck, ein Ausdruck von sehr wichtigem Inhalt und Belang ist, obgleich der große Haufen müßiger Kannegießer sich nur einen sehr geringen und ärmlichen Begriff davon machen mag. Da ich indessen ein Korps Husaren unter meinem Kommando hatte, so ging ich auf verschiedene Expeditionen aus, wo das Verhalten meiner eigenen Klugheit und Tapferkeit überlassen war. Den Erfolg hiervon, denke ich denn doch, kann ich mit gutem Fug auf meine eigene und die Rechnung derjenigen braven Gefährten schreiben, die ich zu Sieg und Eroberung führte.

Einst, als wir die Türken in Oczakow hineintrieben, ging’s bei der Avantgarde sehr heiß her. Mein feuriger Litauer hätte mich beinahe in des Teufels Küche gebracht. Ich hatte einen ziemlich entfernten Vorposten und sah den Feind in einer Wolke von Staub gegen mich anrücken, wodurch ich wegen seiner wahren Anzahl und Absicht gänzlich in Ungewissheit blieb. Mich in eine ähnliche Wolke von Staub einzuhüllen, wäre freilich wohl ein Alltagspfiff gewesen, würde mich aber ebenso wenig klüger gemacht als überhaupt der Absicht näher gebracht haben, warum ich vorausgeschickt war. Ich ließ daher meine Flankeurs zur Linken und Rechten auf beiden Flügeln sich zerstreuen und so viel Staub erregen, als sie nur immer konnten. Ich selbst aber ging gerade auf den Feind los, um ihn näher in Augenschein zu nehmen. Dies gelang mir. Denn er stand und focht nur so lange, bis die Furcht vor meinen Flankeurs ihn in Unordnung zurücktrieb. Nun war’s Zeit, tapfer über ihn herzufallen. Wir zerstreuten ihn völlig, richteten eine gewaltige Niederlage an und trieben ihn nicht allein in seine Festung zu Loche, sondern auch durch und durch, ganz über und wider unsere blutgierigsten Erwartungen.

Weil nun mein Litauer so außerordentlich geschwind war, so war ich der Vorderste beim Nachsetzen, und da ich sah, dass der Feind so hübsch zum gegenseitigen Tore wieder hinausfloh, so hielt ich’s für ratsam, auf dem Marktplatze anzuhalten und da zum Rendezvous blasen zu lassen. Ich hielt an, aber stellt euch, ihr Herren, mein Erstaunen vor, als ich weder Trompeter noch irgendeine lebendige Seele von meinen Husaren um mich sah. – „Sprengen sie etwa durch andere Straßen? Oder was ist aus ihnen geworden?“ dachte ich. Indessen konnten sie meiner Meinung nach unmöglich fern sein und mussten mich bald einholen. In dieser Erwartung ritt ich meinen atemlosen Litauer zu einem Brunnen auf dem Marktplatze und ließ ihn trinken. Er soff ganz unmäßig und mit einem Heißdurste, der gar nicht zu löschen war. Allein das ging ganz natürlich zu. Denn als ich mich nach meinen Leuten umsah, was meint ihr wohl, ihr Herren, was ich da erblickte? – Der ganze Hinterteil des armen Tieres, Kreuz und Lenden waren fort und wie rein abgeschnitten. So lief denn hinten das Wasser ebenso wieder heraus, als es von vorn hineingekommen war, ohne dass es dem Gaul zugutekam oder ihn erfrischte. Wie das zugegangen sein mochte, blieb mir ein völliges Rätsel, bis endlich mein Reitknecht von einer ganz entgegengesetzten Seite angejagt kam und unter einem Strome von treuherzigen Glückwünschen und kräftigen Flüchen mir folgendes zu vernehmen gab.

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35.3 Baron Münchhausens Wunderbare Reise – mit Lieblingshunden und -pferden

Es geht nahtlos weiter mit einem weiteren Themenwechsel. Lest selbst…

Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen
Heute: Hunde und Pferde

In allen diesen Fällen, meine Herren, wo ich freilich immer glücklich, aber doch nur immer mit genauer Not davonkam, half mir das Ohngefähr, welches ich durch Tapferkeit und Gegenwart des Geistes zu meinem Vorteile lenkte. Alles zusammengenommen macht, wie jedermann weiß, den glücklichen Jäger, Seemann und Soldaten aus. Der aber würde ein sehr unvorsichtiger, tadelnswerter Weidmann, Admiral und General sein, der sich überall nur auf das Ohngefähr oder sein Gestirn verlassen wollte, ohne sich weder um die besonders erforderlichen Kunstfertigkeiten zu bekümmern, noch sich mit denjenigen Werkzeugen zu versehen, die den guten Erfolg sichern. Ein solcher Tadel trifft mich keineswegs. Denn ich bin immer berühmt gewesen sowohl wegen der Vortrefflichkeit meiner Pferde, Hunde und Gewehre als auch wegen der besondern Art, das alles zu handhaben, so dass ich mich wohl rühmen kann, in Forst, Wiese und Feld meines Namens Gedächtnis hinlänglich gestiftet zu haben.

Ich will mich nun zwar nicht auf Partikularitäten von meinen Pferd- und Hundeställen oder meiner Gewehrkammer einlassen, wie Stall-, Jagd- und Hundejunker sonst wohl zu tun pflegen, aber zwei von meinen Hunden zeichneten sich so sehr in meinen Diensten aus, dass ich sie nie vergessen kann und ihrer bei dieser Gelegenheit mit wenigem erwähnen muss. Weiterlesen

35.2 Baron Münchhausens Wunderbare Reise – wird für Jagdgeschichten unterbrochen

Heute gibt es das nächste Stück aus Münchhausens Eigener Erzählung. Es geht unter Einsatz von Augenlicht und Körperflüssigkeiten auf die Jagd. Aber lest selbst…

Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen
Heute: Auf der Jagd

Ich übergehe manche lustige Auftritte, die wir bei dergleichen Gelegenheiten hatten, weil ich Ihnen noch verschiedene Jagdgeschichten zu erzählen gedenke, die mir merkwürdiger und unterhaltender scheinen. Sie können sich leicht vorstellen, meine Herren, daß ich mich immer vorzüglich zu solchen wackern Kumpanen hielt, welche ein offenes, unbeschränktes Waldrevier gehörig zu schätzen wussten. Sowohl die Abwechslung des Zeitvertreibes, welchen dieses mir darbot, als auch das außerordentliche Glück, womit mir jeder Streich gelang, gereichen mir noch immer zur angenehmsten Erinnerung.

Eines Morgens sah ich durch das Fenster meines Schlafgemachs, dass ein großer Teich, der nicht weit davon lag, mit wilden Enten gleichsam überdeckt war. Flugs nahm ich mein Gewehr aus dem Winkel, sprang zur Treppe hinab, und das so über Hals und Kopf, daß ich unvorsichtigerweise mit dem Gesichte gegen die Türpfoste rennte. Feuer und Funken stoben mir aus den Augen; aber das hielt mich keinen Augenblick zurück. Ich kam bald zum Schuss; allein wie ich anlegte, wurde ich zu meinem großen Verdrusse gewahr, dass durch den soeben empfangenen heftigen Stoß sogar der Stein von dem Flintenhahne abgesprungen war. Was sollte ich nun tun? Denn Zeit war hier nicht zu verlieren. Glücklicherweise fiel mir ein, was sich soeben mit meinen Augen zugetragen hatte. Ich riss also die Pfanne auf, legte mein Gewehr gegen das wilde Geflügel an und ballte die Faust gegen eins von meinen Augen. Von einem derben Schlage flogen wieder Funken genug heraus, der Schuss ging los, und ich traf fünf Paar Enten, vier Rothälse und ein Paar Wasserhühner. Gegenwart des Geistes ist die Seele mannhafter Taten. Wenn Soldaten und Seeleute öfters dadurch glücklich davonkommen, so dankt der Weidmann ihr nicht seltener sein gutes Glück.

So schwammen einst auf einem Landsee, an welchen ich auf einer Jagdstreiferei geriet, einige Dutzend wilder Enten allzuweit voneinander zerstreut umher, als dass ich mehr denn eine einzige auf einen Schuss zu erlegen hoffen konnte; und zum Unglück hatte ich meinen letzten Schuss schon in der Flinte. Gleichwohl hätte ich sie gern alle gehabt, weil ich nächstens eine ganze Menge guter Freunde und Bekannten bei mir zu bewirten willens war. Da besann ich mich auf ein Stückchen Schinkenspeck, welches von meinem mitgenommenen Mundvorrat in meiner Jagdtasche noch übriggeblieben war. Dies befestigte ich an eine ziemlich lange Hundeleine, die ich aufdrehte und so wenigstens noch um viermal verlängerte. Nun verbarg ich mich im Schilfgesträuch am Ufer, warf meinen Speckbrocken aus und hatte das Vergnügen, zu sehen, wie die nächste Ente hurtig herbeischwamm und ihn verschlang. Der ersten folgten bald alle übrigen nach, und da der glatte Brocken am Faden gar bald unverdaut hinten wieder herauskam, so verschlang ihn die nächste, und so immer weiter. Kurz, der Brocken machte die Reise durch alle Enten samt und sonders hindurch, ohne von seinem Faden loszureißen. So saßen sie denn alle daran wie Perlen an der Schnur. Ich zog sie gar allerliebst ans Land, schlang mir die Schnur ein halbes Dutzend mal um Schultern und Leib und ging meines Weges nach Hause zu.

Da ich noch eine ziemliche Strecke davon entfernt war und mir die Last von einer solchen Menge Enten ziemlich beschwerlich fiel, so wollte es mir fast leid tun, ihrer allzu viele eingefangen zu haben. Weiterlesen

35.1 Baron Münchhausens Wunderbare Reise – führt ihn heute nach Russland

Die Geschichten von Baron Münchhausen sind im eigentlichen Sinne natürlich kein Märchen, wenn schon, dann ein Kunstmärchen. Aber nachdem mich die aktuelle deutsche ARD-Verfilmung mit Jan Josef Liefers so dermaßen aufgeregt hat (künstlerische Adaptionsfreiheit gerne, aber doch im Sinne des Originals, sonst gleich selber machen; und wenn Regisseur und Schauspieler keine Lust haben, bitte nicht mitmachen statt runterzuleiern), habe ich beschlossen, das Original muss her – wo die Schwierigkeiten allerdings anfangen…

Fangen wir also am Anfang an und zwar mit Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen (1720-1797), dem historischen Münchhausen. Hieronymus reiste – als zeitgenössisch nicht eben bedeutender Sohn seines Adelsgeschlecht – tatsächlich 1738 nach Russland, wo er am Russisch-Österreichischen Türkenkrieg teilnahm und dabei auf der militärischen Karriereleiter aufstieg, bis die Thronstreitigkeiten in Russland ihn ausbremsten. 1750 nahm er als Rittmeister seinen Abschied und lebte fortan mit seiner Frau auf seinem ererbten Gut in der deutschen Heimat. Gästen erzählte er gern und mit offenbar viel Talent immer schrägere Varianten seiner Abenteuer im Krieg und auf Reisen und legte so den Grundstein zu seinem literarisch-mythischen Alter Ego – dem Baron Münchhausen.

Dessen erfolgreiche Geburtsstunde war 1785 die englischsprachige Veröffentlichung einiger seiner ‚Münchhausiaden‘ durch den ehemaligen Museumsdirektor Rudolf Erich Raspe, der nach einem peinlichen Eklat um einen Diebstahl nach England geflohen war und mit den Geschichten Geld verdienen wollte. Schon 1786 übersetzte der deutsche Dichter Gottfried August Bürger (1747-1794) die englische Vorlage, die er immer wieder neu auflegte und bald durch eigene Geschichtchen ergänzte. Bis heute ist Bürgers Fassung die bekannteste, auf die sich also auch der Märchensammler stützt. Tatsächlich aber erscheinen bis heute in den verschiedensten Sprache und in den verschiedensten medialen Genres immer wieder neue Fassungen.

Jetzt aber endlich zum eigentlichen Text, in dem es mit Münchhausens Reise nach Russland losgeht. Aber lest selbst…

Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen
Heute: Seine Reise nach Russland und St. Petersburg

Ich trat meine Reise nach Russland von Haus ab mitten im Winter an, weil ich ganz richtig schloss, dass Frost und Schnee die Wege durch die nördlichen Gegenden von Deutschland, Polen, Kur- und Livland, welche nach der Beschreibung aller Reisenden fast noch elender sind als die Wege nach dem Tempel der Tugend, endlich, ohne besondere Kosten hochpreislicher, wohlfürsorgender Landesregierungen, ausbessern müsste. Ich reiste zu Pferde, welches, wenn es sonst nur gut um Gaul und Reiter steht, die bequemste Art zu reisen ist. Denn man riskiert alsdann weder mit irgendeinem höflichen deutschen Postmeister eine Affaire d’honneur zu bekommen, noch von seinem durstigen Postillion vor jede Schenke geschleppt zu werden. Ich war nur leicht bekleidet, welches ich ziemlich übel empfand, je weiter ich gegen Nordost hin kam. Weiterlesen

25.7 Einhörner, Oma-Wölfe, nee klar – Fabeln von James Thurber

Zum Abschluss gibt es, okay ja, keine deutschen Fabeln. Es sind US-amerikanische Fabeln von James Thurber (1894-1961), dem berühmten Schriftsteller und Cartoonist. Der unter anderem eben eine Menge Fabeln geschrieben hat, die das Genre unvergleichlich brillant in unsere Zeit bringen. Indem er Klassiker am modernen Großstadtleben auflaufen lässt oder eigene Varianten schafft, die – aber lest selbst…

 
 
 

Das Einhorn im Garten

Ein Mann schaute an einem sonnigen Morgen von seinem Frühstück auf und sah ein Einhorn in seinem Garten, das an den Rosen knabberte. Er ging hinaus und gab ihm eine Lilie und das Einhorn aß sie mit gebührendem Ernst. Er erzählte seiner Frau davon und sie sagte, er sei irre und sie würde ihn ins Irrenhaus einliefern müssen, denn Einhörner seien Fantasiewesen. Während er im Garten war, rief sie einen Psychiater und die Polizei und als sie kamen, sagte sie ihnen, ihr Mann hätte ein Einhorn gesehen. Die Männer sahen sie an und steckten sie in eine Zwangsjacke, obwohl sie sich wild wehrte. Als ihr Ehemann hereinkam, fragten sie ihn, ob er seiner Frau erzählt hätte, er habe ein Einhorn gesehen. „Natürlich nicht,“ sagte er, „ein Einhorn ist ein Fantasiewesen.“ Sie brachten also die kreischende Frau ins Irrenhaus und der Mann lebte glücklich und zufrieden bis ans Ende seiner Tage.

Moral: Man weiß erst, wer irre ist, wenn die Tür vom Irrenhaus hinter einem zufällt.

* Blöde Wahl diese Fabel, weil nicht gut zu übersetzen, aber so großartig. Okay. Also der eigentlich Kick ist der, dass Irrer/Trottel im englisches ‚booby‘ heißt und ‚Irrenhaus‘ ‚booby hatch‘. Da macht die Originalmoral natürlich Sinn: Don’t count your boobies until they are hatched.

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Das kleine Mädchen und der Wolf

Eines Nachmittags wartete ein großer Wolf in einem dunklen Wald darauf, dass ein kleines Mädchen mit einem Korb voller Essen auf dem Weg zu ihrer Großmutter vorbeikäme. Schließlich kam ein kleines Mädchen und sie trug einen Korb voll Essen. „Trägst du diesen Korb zu deiner Großmutter?“ fragte der Wolf. Das kleine Mädchen sagte ja, das täte sie. Da fragte der Wolf, wo ihre Großmutter lebte und das kleinen Mädchen sagt es ihm und er verschwand in den Wald. Weiterlesen

25.6 Kafkas Kleine Fabel

Nach Tagen und Tagen in der Aufklärung machen wir in unserer Zeitreise mit der deutschen Fabel heute einen großen Satz ins 20. Jahrhundert. Zwar ist die Fabel nun meistenteils ins Klassenzimmer verbannt, aber hier und da hat sie doch nochmal Aufmerksamkeit erregt.

Das erste Beispiel ist Franz Kafkas (1883-1924) Kleine Fabel, die er 1920 geschrieben hat. Allerdings ohne Titel. Den bekam der Mini-Text von Max Brod, der ihn mit anderen unveröffentlichten Texten 1931 herausgab. Und tatsächlich kann man sich gleich fragen – ist das eine Fabel? Lest selbst…

Kleine Fabel

„Ach,“ sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern,“ sagte die Katze und fraß sie.

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Die Forschung sieht das Textchen eher als Parabel, zumal es keine ausgesprochene Moral gibt. Nun hat ja nicht jede Fabel eine explizite Moral und implizit ist Kafkas Text natürlich durchaus moralisch. Es ist nur eben keine Moral mit erhobenen, dozierendem Zeigefinger.
Für mich geht es weniger um Fragen von Schicksal und Menschheit, sondern vielmehr darum, wie sehr man als Individuum gefangen sein kann in einem Weg, der einem aufgrund der eigenen Erfahrungen, Macken und Scheuklappen als der einzig mögliche vorkommt. Und selbst wenn einem jemand anders die Lösung sagt, die objektiv simpel wie nur was ist, gibt es für einen selbst eben keinen Ausweg. Bis zum hier bitteren Ende.
Unabhängig von der Einordnung des Texts in eine Gattung regt er so doch auf jeden Fall zum Denken an. Oder was meint ihr?
 

Textquelle: Franz Kafka: Gesammelte Werke. Bd. 8. Frankfurt am Main 1950ff., S. 91-92.
Bildquelle: Foto von Kafka, 1914

3.5 Fuchs und Kranich, ein Gedicht von Goethe

Die Fabel ist jedoch nicht immer Fabel geblieben. Und so gibt es heute einen Abstecher in die schöne Literatur, denn Fuchs und Storch/Kranich haben ihren Weg aus der mündlichen Erzähl- in die schriftliche fixierte Literaturtradition gefunden und zwar gleich zu Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Beste Adresse also.

Goethe berühmt drapiert...Der hat das folgende Gedicht im Oktober 1819 niedergeschrieben, bevor es 1821 zunächst in Zeitschriften erschien. Und zwar zunächst ohne Titel, erst in der Ausgabe bei Cotta und damit seit 1840 erscheint das Gedicht als…

Fuchs und Kranich
Johann Wolfgang von Goethe

Zwei Personen ganz verschieden
Luden sich bei mir zu Tafel,
Dießmal lebten sie in Frieden,
Fuchs und Kranich, sagt die Fabel.

Beiden macht’ ich was zurechte,
Rupfte gleich die jüngsten Tauben;
Weil er von Schakals Geschlechte,
Legt’ ich bei geschwollne Trauben.

Langgehäls’tes Glasgefäße
Setzt’ ich ungesäumt dagegen,
Wo sich klar im Elemente
Gold- und Silberfischlein regen.

Hättet ihr den Fuchs gesehen
Auf der flachen Schüssel hausen.
Neidisch müßtet ihr gestehen:
Welch ein Appetit zum Schmausen!

Wenn der Vogel, ganz bedächtig,
Sich auf einem Fuße wiegte,
Hals und Schnabel, zart und schmächtig,
Zierlich nach den Fischlein schmiegte.

Dankend freuten sie beim Wandern
Sich der Tauben, sich der Fischchen;
Jeder spottete des andern,
Als genährt am Katzentischchen.

Willst nicht Salz und Schmalz verlieren,
Mußt, gemäß den Urgeschichten,
Wenn die Leute willst gastiren,
Dich nach Schnauz’ und Schnabel richten.

 

Textquelle: Goethes Werke: Herausgegeben von Gustav von Loeper im Auftrage der Großherzogin Sophie von Sachsen. Band 2. Weimar: Hermann Böhlau 1890, S. 178f.
Bildquelle:Ausschnitt aus Johann Heinrich Wilhelm Tischbein berühmten Bild „Goethe in the Roman Campagna“ (1786/1787)

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Die ursprüngliche Fabel von Aesop wird wie dessen Fabel vom Fuchs und den Trauben nur noch zitiert, in einer Art meta-fiktionalen, intertextuellen Spiel, wie man heute sagen würde. Fuchs und Kranich bewirten nicht einander, sondern sind zu Gast bei einem Dritten, der aus ihren Querelen gelernt hat und so beide glücklich macht. Fuchs und Kranich allerdings zicken weiter.