37.4 Von Maria und ihrem Brüderchen – und wir bleiben auf Sizilien

Doch ja, wir bleiben noch kurz auf Sizilien, um die Sonne und eine zweite Variante desselben Märchens zu genießen. Aber lest selbst…

Von Maria und ihrem Brüderchen

Es war einmal ein Mann, dem war seine Frau gestorben und die hatte ihm zwei Kinder hinterlassen, einen Knaben, der hieß Peppe*, und ein Mädchen, das hieß Maria. Die beiden Kinder waren sehr schön und ihr Vater hatte sie von Herzen lieb. Weil er arm war, so ernährte er sich damit, dass er in den Wald ging, Reiserbündel machte und diese dann in der Stadt verkaufte. Weil er sich aber niemals von den Kindern trennen mochte, so nahm er sie mit in den Wald und sie suchten auch Reiser und trugen kleine Bündel nach Haus.

Nach einiger Zeit gedachte sich der Mann wieder zu verheiraten. „Ach, Vater, tut das nicht,“ bat Maria, „wenn ihr uns eine Stiefmutter gebt, so wird sie uns gewiss misshandeln.“ „Sorge dich nicht, mein Kind,“ antwortete er, „ich bin ja da und werde euch beschützen und werde euch immer so lieb haben, wie jetzt.“ Also ging er hin und heiratete eine Nachbarin, die war eine Wirtin und hatte eine Tochter. Diese Tochter war aber sehr hässlich und einäugig.

Eine Zeitlang ging alles gut, bald aber wurde die Stiefmutter unfreundlich gegen die arme Maria und ihr Brüderchen, misshandelte und schlug sie und gab ihnen fast nichts zu essen. Und weil Maria so schön war und ihre eigene Tochter so hässlich, so konnte die Stiefmutter sie erst recht nicht leiden und dachte, wie sie sie verderben wollte. Da sprach sie eines Tages zu ihrem Mann: „Die Zeiten sind so schlecht, und das Brot ist so teuer, und deine Kinder essen so viel, dass wir gewiss noch zu Bettlern werden. Tu deine Kinder fort, denn ich gebe ihnen nichts mehr zu essen.“ „Ach, wo soll ich denn meine armen Kinder hinschicken?“ sprach der Vater. „Lass sie morgen im dichten Wald, dass sie den Rückweg nicht finden,“ antwortete die Stiefmutter. „Ach nein,“ sagte der Mann, „wie könnte ich eine solche Sünde begehen und meine Kinder, die ich so lieb habe, im Walde verlassen?“

Wie es aber immer so geht, dass die Männer sich von ihren Frauen bereden lassen, so ließ sich auch dieser Mann von seiner Frau bereden, weckte am andern Morgen in aller Frühe die beiden Kinder und sprach: „Kommt, Kinder, heute weiß ich einen schönen Platz im Wald, wo wir viel Holz finden werden.“ Also machten sie sich auf und nahmen auch etwas Brot mit. Unterwegs begegneten ihnen ein Mann, der verkaufte Lupinen. „Vater,“ sprach Maria, „gebt uns einen Senare**, damit wir uns Lupinen kaufen.“ Da gab ihnen der Vater den Senare und die Kinder kauften sich die Lupinen und aßen sie unterwegs und warfen dabei die Schalen auf den Weg. Endlich kamen sie in den Wald, und der Vater sagte: „Seht, Kinder, dort weiter unten sind viele Reiser, geht ihr dort hin und machet die Bündel, derweil ich diesen alten Baumstamm umhaue. Ihr höret ja immer den Schall der Axt.“ Die Kinder taten, wie ihr Vater sie geheißen, und fingen an große Reiserbündel zu machen. Der Vater aber nahm einen großen Kürbis, band ihn an den großen Baumstamm an, so dass er immerfort gegen den Stamm schlug, und schlich nach Haus. Die Kinder arbeiteten den ganzen Tag und wenn sie innehielten um nach ihrem Vater zu horchen, so hörten sie den Kürbis, der gegen den Baumstamm schlug, meinten es sei die Axt ihres Vaters und arbeiteten fröhlich weiter.

Als es aber schon anfing Abend zu werden, sprach Maria: „Der Vater arbeitet heute so lange, wir wollen doch lieber hingehen und ihn rufen.“ Da gingen sie hin, aber sie fanden ihren Vater nicht, und so viel sie auch rufen mochten, er antwortete ihnen nicht. Als sie aber den Kürbis erblickten, da merkten sie, dass er sie im finstern Walde allein gelassen hatte und fingen an bitterlich zu weinen. „Weine nicht, Peppe,“ sagte endlich Maria, „wir haben ja heute früh unterwegs die Lupinen gegessen, und wenn wir immer den Schalen nachgehen, so kommen wir schon in eine Gegend, die wir kennen und von wo aus wir uns nach Hause finden.“ Da gingen sie immer den Lupinenschalen nach und fanden sich zum Walde heraus und kamen glücklich nach Hause. Der Vater aber saß bei seinem Abendessen und hatte keine Lust zu essen, sondern weinte und jammerte nur: „Ach, meine armen, lieben Kinder, ich habe euch verlassen! Jetzt werden euch die wilden Tiere fressen! O meine Kinder!“ Da riefen die Kinder hinter der Tür: „Vater, hier sind wir ja, macht uns auf.“ Und als der Vater die Tür aufmachte, sah er seine lieben Kinder gesund vor sich stehen. Da umarmte er sie und hieß sie sich zu Tische setzen, und freute sich von Herzen, daß sie wieder da waren.

Die Stiefmutter aber ergrimmte in ihrem Herzen, dass die Kinder wiedergekommen waren, und sagte wieder zu ihrem Mann, er müsse sie in einen noch tieferen und dichteren Wald führen. Der Mann wollte nicht, sie aber schrie und tobte, bis er es ihr mit schwerem Herzen versprach.

Am Morgen weckte er die Kinder wieder in aller Frühe und nahm sie mit in den Wald. Maria aber fürchtete sich, er möchte sie wieder allein lassen, also füllte sie sich ihre Taschen und die ihres Bruders mit Bohnen, und unterwegs aßen sie die Bohnen und streuten die Schalen auf den Weg. Der Vater führte sie in einen finstern Wald, in dem sie noch nie gewesen waren. „Ach, Vater, wie unheimlich ist es hier,“ sprachen sie. „Wir werden nur um so reichlicher Holz finden,“ antwortete er. „Geht nur etwas tiefer in den Wald hinein, an jene Stelle, wo die vielen Reiser sind, derweil ich diesen Stamm bearbeite.“ Da gingen die Kinder an die Stelle, die er ihnen gewiesen, er aber band wieder einen Kürbis an den Baumstamm und schlich nach Haus.

Als es nun bald Abend war, sprach Maria: „Peppe, ich höre noch immer den Vater arbeiten, wir wollen gehen, ihn zu rufen.“ Wie sie aber an den Baum kamen, wo der Kürbis hing, sahen sie ihren Vater nicht mehr, und merkten, dass er sie wieder im Stich gelassen hatte. „Weine nicht Peppe,“ sprach Maria, „wir brauchen ja nur den Bohnenschalen nachzugehen, so finden wir uns schon nach Haus.“ Da gingen sie den Bohnenschalen nach und kamen bei dunkler Nacht zu Hause an. Der Vater saß beim Abendessen und jammerte um seine armen Kinder. „Vater, hier sind wir ja, macht uns nur auf,“ riefen sie und der Vater machte ihnen voll Freude auf und umarmte seine lieben Kinder.

Die böse Stiefmutter aber ward immer zorniger, dass sie dennoch den Weg nach Hause fanden und drohte ihrem Mann, wenn er die Kinder nicht noch einmal im Walde allein lasse, so würde sie sie wegjagen. Da weckte der Mann in aller Frühe seine Kinder und sprach: „Kommt, wir wollen in den Wald gehen Holz suchen.“ Maria wollte sich wieder die Taschen mit Bohnen anfüllen, aber es waren keine mehr da. Also nahm sie einige Händevoll Kleie und steckte sie in die Tasche. Während sie nun mit dem Vater ging, streute sie immer ein wenig Kleie auf den Weg. Der Vater brachte sie in einen ganz dichten, finsteren Wald, schickte sie wieder etwas weiter weg, Reiser zu suchen, band einen Kürbis an einen Baumstamm und schlich nach Haus.

Als es nun anfing dunkel zu werden, machten sich die Kinder auf, ihren Vater zu suchen, sie fanden ihn aber nicht und wussten nun, dass er sie verlassen hatte. „Weine nicht, Peppe,“ sprach Maria, „ich habe den Weg entlang Kleie gestreut, wir brauchen ihr nur nachzugehen, so finden wir uns schon nach Haus.“ Aber so viel sie auch suchen mochten, sie fanden den Weg nicht mehr, denn der Wind hatte die Kleie verweht und sie verirrten sich nur tiefer in den dunkeln Wald. Da fingen sie an bitterlich zu weinen und setzten sich unter einen Baum, um zu warten bis es Tag würde.

Dann wanderten sie weiter, aber sie fanden doch den Ausweg nicht. „Ach, Maria, mich dürstet so,“ sprach Peppe, „wenn wir an ein Bächlein kommen, so wollen wir trinken.“ Bald kamen sie an ein Bächlein, und Peppe wollte schon trinken, als Maria das Bächlein rauschen hörte: „Wenn ihr aus mir trinkt, so wirst du eine Schlange und dein Brüderchen ein Schlangerich.“ „Ach, Peppe,“ bat Maria, „trink nicht, sonst wirst du ein Schlangerich; wir wollen lieber noch ein wenig warten.“ Nach einem Weilchen kamen sie wieder an ein Bächlein, und Peppe sagte: „Sieh, Maria, da können wir trinken.“ Das Bächlein aber rauschte: „Wenn ihr aus mir trinkt, so wirst du eine Häsin und dein Brüderchen ein Hase.“ Da sprach Maria: „Peppe, trink nicht, sonst wirst du ein Hase; wir wollen lieber noch ein wenig warten.“ Als sie wieder eine Strecke gegangen waren, kamen sie an ein anderes Bächlein, das rauschte: „Wenn ihr aus mir trinkt, so wirst du schöner als die Sonne, und dein Brüderchen wird ein Schäfchen mit goldnen Hörnern.“ „Ach, Peppe,“ bat Maria, „trink nicht.“ Peppe aber hatte sich schon gebückt, um zu trinken, und kaum hatte er einige Schlucke getrunken, so ward er in ein Schäfchen verwandelt und hatte hübsche goldne Hörner. Da fing Maria an zu weinen, aber Peppe war und blieb ein Schäfchen.

Also wanderte sie traurig weiter und führte das Schäfchen mit sich. Ehe sie aber fortging, trank sie auch aus dem Bächlein und da wurde sie noch viel schöner, als sie bis dahin gewesen war, schöner als die Sonne. Als sie nun eine Zeitlang gewandert waren, kamen sie an eine Höhle, in die krochen sie hinein, und da kein wildes Tier darin war, so sprach Maria: „Hier wollen wir wohnen, und den Tag über will ich herumgehen und Kräuter suchen, davon wollen wir uns nähren.“ Also machte Maria in der Höhle ein Lager von dürren Blättern, und suchte Kräuter im Wald, davon ernährten sie sich.

So vergingen viele, viele Jahre, und Maria war zu einer wunderschönen Jungfrau herangewachsen. Da geschah es eines Tages, dass der König auf die Jagd ging, und auch in die Gegend der Höhle kam. Auf einmal fingen seine Hunde an zu bellen und krochen in die Höhle hinein. Da schickte der König einen seiner Jäger nach, er solle nachsehen, was sie gefunden hätten. Als nun der Jäger in die Höhle kroch und das wunderschöne Mädchen sah, kam er und berichtete es dem König, der rief: „Komm heraus, wer du auch sein magst, wir wollen dir nichts zu Leide tun.“ Da kam Maria heraus und wie sie da stand, war sie schöner als die Sonne und der Mond, so dass der König in Liebe zu ihr entbrannte und sprach: „Schönes Mädchen, willst du mit mir auf mein Schloss gehen und meine Gemahlin werden?“ „Ja,“ antwortete sie, „aber mein Schäfchen muss auch mit.“ Da nahm der König die schöne Maria auf sein Pferd und ritt mit ihr auf sein Schloss, und der eine von den Jägern musste das Schäfchen führen. Die alte Königin aber, da sie ihren Sohn mit diesem wunderbaren Wesen erscheinen sah, rief sie ganz erstaunt: „Wen bringst du denn aus dem Walde?“ „Mutter, dieses Mädchen soll meine Gemahlin sein,“ antwortete der König. Die Königin sah es zwar nicht gern, weil sie aber ihren Sohn so lieb hatte, so ließ sie ihm den Willen, und Maria war so wunderschön, dass sie sie auch bald von Herzen lieb gewann. Also wurde eine glänzende Hochzeit gefeiert und die schöne Maria wurde Königin. Das Schäfchen aber folgte ihr überall hin und musste auch in ihrer Kammer schlafen.

Wie sie nun in all dem Glanz und der Herrlichkeit war, gedachte sie nicht mehr der Misshandlungen, die die böse Stiefmutter ihr angetan hatte, sondern schickte ihrem Vater und der Stiefmutter und ihrer Tochter schöne Geschenke und ließ ihnen sagen, sie sei nun Königin. Da wurde das Herz der Stiefmutter von Neid erfüllt, dass ein solches Glück nicht ihrer Tochter zu Teil geworden war, und sie dachte, wie sie die junge Königin verderben könne.

Als sie nun hörte, dass Maria nun nahe daran sei, eines Kindes zu genesen, machte sie sich mit ihrer Tochter auf und kam zur jungen Königin an einem Tag, da eben der König auf der Jagd war. Maria empfing sie freundlich und führte sie im ganzen Schloss herum und endlich zeigte sie ihnen auch ihre Kammer. Da sahen sie ein verschlossenes Fenster und die falsche Stiefmutter sagte: „Warum ist dieses Fenster verschlossen?“ „Es liegt dicht über dem Meer,“ antwortete Maria, „und so will der König nicht haben, dass ich es aufmache, denn er fürchtet sich, ich möchte einmal hinausfallen.“ „Ach, mach es doch auf, Maria,“ bat die Stiefmutter, „ich möchte einmal das Meer sehen und will dich schon festhalten, dass du nicht hinausfällst.“ Da ließ sich Maria bereden und machte auf, und da sie sich hinausbog, gab ihr die Stiefmutter einen Stoß, dass sie ins Meer fiel. Dicht unter dem Fenster aber war ein Haifisch, der hielt eben seinen Rachen auf, und als Maria ins Wasser fiel, verschluckte er sie. Nun legte die falsche Stiefmutter ihrer Tochter das Nachtgewand der Königin an und hieß sie, sich zu Bette legen. Sie selbst aber verließ eilig das Schloss.

Als nun der König nach Hause kam, und hörte, die junge Königin läge zu Bette, trat er zu ihr. Da er sie aber anschaute und sah, wie sie so hässlich war, erschrak er und sprach: „Was hast du gemacht, daß du auf einmal so hässlich und einäugig bist?“ „Ich bin krank,“ antwortete sie, „denn das böse Schäfchen hat mir mit seinem Horne ein Auge ausgestoßen, und dafür muss es sterben.“ Da ward der König zornig und ließ das Schäfchen ins Burgverließ einsperren und befahl dem Koch seine Messer zu wetzen, um es zu schlachten. Das Burgverließ lag dicht am Meer. Auf einmal hörte die Schildwache, wie das Schäfchen anfing zu jammern und zu sprechen:

„Schwesterchen, Schwesterchen, Ringelhaar,
Für mich sie wetzen die Messer gar,
Für mich sie setzen die Kessel blank,
Mir abzuschneiden mein Hälschen schlank.“

Da antwortete eine Stimme aus dem Wasser:

„Ich kann dir nicht helfen, mein Brüderlein;
Der böse Haifisch im Rachen mich hält;
Mein Kindlein kann ich nicht bringen zur Welt!“

Da ging die Schildwache hin und erzählte es dem König, der verwunderte sich sehr und ging hin und stellte sich an den Platz, wo die Schildwache zu stehen pflegte. Da hörte er, wie das Schäfchen jammerte:

„Schwesterchen, Schwesterchen, Ringelhaar,
Für mich sie wetzen die Messer gar,
Für mich sie setzen die Kessel blank,
Mir abzuschneiden mein Hälschen schlank.“

Alsobald antwortete die Stimme aus dem Wasser:

„Ich kann dir nicht helfen, mein Brüderlein;
Der böse Haifisch im Rachen mich hält;
Mein Kindlein kann ich nicht bringen zur Welt!“

Da erkannte der König die Stimme seiner Frau und ließ gleich das Schäfchen herausholen und sprach: „Sage mir, mit wem du gesprochen hast?“ Das Schäfchen aber antwortete: „Mit meiner Schwester Maria, die im Rachen des Haifisches ist, denn die falsche Stiefmutter hat sie zum Fenster hinausgeworfen. Die oben im Bette liegt, ist meine hässliche Stiefschwester.“ Da ward der König sehr froh, und sprach: „Schäfchen, geh hin und frage deine Schwester, wodurch ich sie erlösen kann.“ Das Schäfchen ging hin und sprach seinen Vers und als Maria ihm antwortete, fuhr er fort: „Sage mir, Maria, womit kannst du erlöst werden?“ Sie antwortete: „Dazu gehört ein starker, eiserner Haken, mit einem großen Klumpen Brot vorne daran. Wenn ich dir nun auf deinen Vers antworte, so ist es ein Zeichen, dass der Haifisch auf der Oberfläche des Wassers schläft, und den Rachen offen hat. Dann muss ihm der König den Haken in den Rachen hineinstecken, dass ich mich daran festhalten kann, während ihr mich hinauszieht.“

Und so taten sie denn auch. Als Maria dem Schäfchen antwortete, stand der König mit dem großen Haken bereit, warf ihn dem Haifisch in den Rachen, und zog ihn mit aller Gewalt an sich, und Maria hatte den Haken ergriffen und wurde so hinausgezogen. Kaum aber war sie ins Schloss gebracht worden, so kam ihre Stunde und sie gebar einen wunderschönen Knaben. Da war der König sehr erfreut und alle im Schloss mit ihm. Die hässliche, einäugige Stiefschwester aber, ließ der König enthaupten, in lauter Stücke schneiden und in einem Fass einsalzen, und schickte sie so ihrer Mutter und ließ ihr sagen: „Eure Tochter, die Königin, schickt euch diesen schönen Thunfisch.“ Als aber die böse Frau das Fass aufmachte, fand sie zu oberst das blinde Auge ihrer Tochter und erkannte es gleich, lief zum König und verlangte ihre Tochter zurück. Der König aber sprach: „Lässt du dich erst noch hören!“ Und er ließ sie ergreifen und in einen Kessel mit siedendem Öl werfen.

Als Maria wieder gesund geworden war, hielt der König ein großes Fest, und sie blieben zufrieden und glücklich, und wir wie ein Bündel Wurzeln.

* Joseph.

*******

Es handelt sich also grundsätzlich um die ausgeschmücktere und auch wirklich, wie ich finde, wunderschöne Variante der gestrigen Version. Erheblich poetischer, aber nicht so bürgerlich zuckrig wie die Grimm’sche Variante.

Und man merke: das sprechende Schaf ist kein Problem und das bleibt dann aber auch eins.

 
Textquelle: Sicilianische Märchen. Aus dem Volksmund gesammelt von Laura Gonzenbach. Mit Anmerkungen Reinhold Kößler’s und einer Einleitung herausgegeben von Otto Hartwig. Erster Theil. Mit einem Portrait einer Märchenerzählerin. Leipzig: Verlag von Wilhelm Engelmann 1870, S. 319-327.
Bildquelle: Neugebornes und Lämmchen als Symbole der Unschuld in William-Adolphe Bouguereaus (1825-1905)L’Innocence

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s