32.1 Sindbad der Seefahrer – 256. bis 257. Nacht oder die Vorgeschichte

Wie versprochen, geht der Märchensammler mindestens mit der zweiten Hälfte der Adventszeit wieder in die Märchenvollen. Den Wiedereinstand gibt es mit einem weiteren Märchen aus Tausend und einer Nacht, denn irgendwie ist mir gerade nach richtig schönen Klassikern, um das Ende meines Märchenentzugs zu feiern.

Heute gibt es also sozusagen die Vorgeschichte und die nächste Woche dann die sieben Abenteuer Sindbads. Aber lest selbst…

Geschichte Sindbad des Seefahrers
(Ein Märchen aus Tausend und einer Nacht)

– die Vorgeschichte –

Zweihundert und sechsundfünfzigste Nacht

Der Sultan war über diese Geschichte höchst erfreut und gab Schehersad seine Zufriedenheit darüber zu erkennen; diese aber sagte: „O Herr, wenn du mir erlaubtest, die Geschichte Sindbad’s des Seefahrers zu erzählen, so würdest du noch viel mehr erstaunen über die wunderbaren Begebenheiten im Leben mancher Menschen.“ Der Sultan gab ihr gerne die Erlaubnis dazu und Schehersad begann also:

Man behauptet, o glückseliger und verständiger König! daß unter der Regierung des Khalifen Harun Arraschid, Gott erbarme sich seiner! in Bagdad zwei Männer lebten: der eine hieß Sindbad der Seemann und der andere Sindbad der Lastträger. Sindbad der Lastträger war ein sehr armer Mann, der eine große Familie und einen kleinen Verdienst hatte; Sindbad der Seemann hingegen war ein äußerst angesehener und weiser Kaufmann, der einen ebenso ausgebreiteten als einträglichen See- und Landhandel trieb, so dass er am Ende gar nicht mehr wusste, wo er das viele gewonnene Gold und Silber und die mancherlei Waren aufbewahren sollte. In Bagdad selbst besaß er einen Palast, der einem Sultan zur Wohnung hätte dienen können. Die Wände waren mit den reizendsten Malereien und Zierraten bedeckt und glänzten von Gold und Edelsteinen; alle Zimmer, sogar die mit weißem Marmor belegten Gänge und Höfe, wurden täglich mit dem feinsten Rosenwasser besprengt, köstliche Räucherwerke brannten ohne Unterbrechung auf goldenen Schalen und erfüllten das ganze Haus mit den süßesten Wohlgerüchen, die sich mit dem Dufte der unzähligen Blumen vermischten, welche in den an’s Haus grenzenden Gärten wuchsen. Diese Gärten selbst waren mit Springbrunnen, Seen, Lusthäusern und allen Dingen angefüllt, die sich das Herz nur wünschen kann. Viele Sklavinnen, immer eine schöner wie die andere, von allen Nationen und Farben, eine Menge junger und alter Sklaven harrten seiner Winke und kein Tag verging, an dem nicht ein Fest gefeiert wurde. Bis tief in die Nacht hinein erscholl Gesang und die herrlichste Musik von Cvmbeln, Harfen und andern Instrumenten. Die angesehensten Leute aus der Stadt waren Sindbads Freunde, das Volk liebte ihn als seinen Wohltäter, und er genoss alle Freude und Lust eines Sultans, ohne seine Gefahren und Mühen zu teilen. Während der Seemann dies Alles besaß, war der andere ein armer Teufel, der um Lohn den Leuten ihre Lasten da und dorthin trug, wie ein Lasttier, und er musste sich noch glücklich schätzen, wenn er nur alle Tage jemanden fand, der ihn gebrauchte; denn sonst mussten er und seine Familie hungrig zu Bette gehen, was wohl auch vorkam.

Eines Tages nun stand dieser geplagte Mann an dem Hafen, wo die Waren aus- und eingeladen wurden, und harrte, ob er nicht noch etwas verdienen könne, denn er war sehr hungrig. Da kam ein Mann auf ihn zu und sagte: „Willst du mir diese Last da und dahin tragen?“ Sindbad erklärte sich bereit dazu, und nachdem ihm der Fremde den geringen Lohn gegeben und gesagt hatte, wo er den Pack hintragen solle, ging er fort. Sindbad lud sich die sehr schwere Bürde auf und verfolgte, triefend von der Last und der drückenden Sonnenhitze, den ihm angegebenen Weg. Dieser führte an dem Hause Sindbads des Seefahrers vorüber, und da der Träger sehr ermüdet war und sich eben ein sanfter Wind erhob, der, verbunden mit den vielen Springbrunnen, diese Stelle zu einem angenehmen und kühlen Ruheorte machte, so legte er seinen Pack auf das rein gekehrte und bespritzte Marmorpflaster und setzte sich nieder, um ein wenig zu ruhen; denn er hatte noch eine tüchtige Strecke zurückzulegen.

Wie er nun so dasaß und sich den Schweiß von der Stirne trocknete, da wurden seine Geruchsnerven plötzlich von einem unendlich süßen Dufte gereizt, der von Aloe und Ambra in kleinen blauen Wolken aus den Fenstern des Hauses wirbelte, und vermischt mit dem erfrischenden Dufte des Rosenwassers die ganze Umgebung durchbalsamte. Außerdem hörte er aus dem Innern des Hauses muntere Vogelstimmen von Tauben und Nachtigallen, Töne der Laute und Harfe, und entzückenden Gesang von Mädchen. Er sah durch die Säulenhalle in das Haus hinein und erblickte viele Diener und Sklaven, die bin und her eilten und aus goldenen Schüsseln und kristallenen Platten die feinsten Speisen und Gewürze vorübertrugen, wie man es gewöhnlich nur bei Königen und Sultanen findet. Süßer, verlockender noch als der Duft des Räucherwerks und Rosenwassers stieg ihm der Geruch dieser Speisen in die Nase, er sog ihn in langen Zügen ein, drückte die Augen zu und überließ sich den reizenden Vorstellungen seiner Phantasie. Nach kurzer Weile aber weckte ihn sein leerer Magen aus diesen angenehmen Träumen und erinnerte ihn daran, dass er noch viele Hitze und Anstrengung ertragen müsse, um nur mit trocknem schlechten Brote seinen Hunger stillen zu können. Traurig hob er sein Auge zum Himmel empor und sagte: –

In diesem Augenblicke sah Schehersad, daß es schon Tag werde. Sie unterbrach daher ihre Erzählung und setzte sie erst in der nächsten Nacht folgendermaßen fort:

Zweihundert und siebenundfünzigste Nacht

Herr! Der Lastträger sagte mit traurigem Blick und Ton: „O Schöpfer! o Erhalter! o allmächtiger Gott! Verzeihe mir meine Sünden, ich kehre von allen meinen Verirrungen zu dir zurück! O Herr! Niemand ist unter den Sterblichen, der etwas einwenden könnte gegen das, was du tust. Niemand darf dich fragen, warum du so handelst und nicht anders! Du weißt alle Geheimnisse im Himmel und auf Erden, und deinen Blicken ist nichts verborgen! Sei gelobt und gepriesen, o Herr! Wie groß und erhaben ist deine Macht, du verteilst Armut und Reichtum, Glück und Unglück, wie es dir gefällt! Wie groß, o Herr! wie erhaben ist deine Macht! Du hast diese Diener und diese Jungen und den Herrn dieses Ortes glücklich gemacht; sie leben Tag und Nacht in jeglicher Lust und Freude, während ich vor Anstrengung fast umkomme. Diese haben Ruhe ohne Arbeit, und ich Arbeit ohne Ruhe. Doch ich will nicht murren, o erhabener Gott! denn was du tust, ist wohlgetan, und du vergisst keines deiner Geschöpfe.“ Nachdem der Lastträger dies gesprochen hatte, stützte er sein Haupt in die Hände und weinte, dann sprach er folgende Verse:

„Wie viele Qual ohne Ruhe! Während andere den Schatten des Glückes genießen. Ich lebe in täglichen Beschwerden und Sorgen, und übergroß ist meine Last. Andere find selig ohne Leid, und nie gibt ihnen das Schicksal eine Last, wie mir, zu tragen. Sie sind immer vergnügt im Leben, haben Reichtum und Ansehen, Essen und Trinken. Und doch entstehen alle Geschöpfe aus Einem Tropfen, und doch gleichen die Andern mir, und ich bin wie sie. Aber unser Leben und Schicksal ist sehr verschieden, ihre Bürde gleicht der meinigen nicht. Ich erfinde nichts, meine Worte gehen zu dir, o gerechter Richter, dein Spruch ist doch Gerechtigkeit!“

Kaum hatte Sindbad diese Verse geendigt, so sah er einen sehr hübschen reichgekleideten Jungen von feinem, schönem Ansehen zur Türe herauskommen und auf sich zugehen. Sindbad wollte schnell seinen Pack aufladen und seines Weges gehen, ehe er aber dies tun konnte, war der Junge bei ihm, ergriff ihn an der Hand und sagte: „Mein Gebieter, der Eigentümer dieses Hauses, schickt mich zu dir, er will dich sprechen.“ Der Träger suchte sich zuerst damit zu entschuldigen, er könne doch seine Bürde nicht mitten auf der Straße liegen lassen, habe auch keine Zeit zu versäumen, wie ein reicher Mann; allein der Diener drang immer mehr in ihn und versicherte ihn zu wiederholten Malen, er werde es nicht bereuen und solle nur keine Furcht haben, so dass Sindbad zuletzt seine Last aufhob, sie in die Vorhalle des Hauses beim Pförtner legte, und dann dem Jungen in’s Haus folgte. Jetzt erst konnte er die Pracht und Schönheit dieses Hauses recht sehen, denn der Diener führte ihn durch Gänge und Zimmer, bis sie in einen großen Saal kamen, der herrlicher ausgeschmückt war, als alle andere Gemächer. An seinen vier Seiten waren Erhöhungen mit kostbaren Diwanen angebracht, in der Mitte sprang ein Springbrunnen von Rosenwasser aus einem goldenen Becken bis an die Decke des Saales, die Fenster gingen auf einen schönen Garten, der voll Seen, schöner Lusthäuser und schattiger Wäldchen war; Blüten und goldene Früchte prangten an den Bäumen und hingen bis in den Saal herein, ein erfrischender Zephir führte den Duft der Blumen, den Gesang der Vögel und das Murmeln der Springbrunnen und Bäche durch die Fenster zu den Ohren der ehrwürdigen Versammlung, welche in weitem Kreise um den Hausherrn herumsaß. Dieser nahm den Ehrenplatz auf einer Erhöhung ein und war ein ansehnlicher, wohlgestalteter, durch einen großen weißen Bart ehrwürdiger Mann. Eine Menge Sklaven und Bediente aller Art standen hinter ihm, auf seine Befehle wartend.

Der Diener führte den erstaunten Lastträger, der dachte, nur im Paradiese gäbe es einen solchen Ort, mitten in diese Versammlung. Er grüßte sie, küsste die Erde vor den Gästen und dem Hausherrn und blieb dann wie ein wohlgebildeter anständiger Mann ruhig stehen. Alle erwiderten seinen Gruß und hießen ihn willkommen. Der Hausherr aber grüßte und empfing ihn noch besonders, lud ihn ein, sich neben ihm niederzulassen, und befahl, ihm eine Mahlzeit vorzusetzen. Die Jungen brachten einen Tisch voll der auserlesensten Speisen, und der Lastträger aß mit dem größten Appetit, aber ohne den Anstand zu verletzen oder sich verlegen zu benehmen. Als er gegessen hatte, fragte ihn der Hausherr erst, wie er heiße, wo er her sei und was für ein Geschäft er treibe? Der Lastträger antwortete ihm: „Wisse, mein Herr! ich bin aus Bagdad und heiße Sindbad, der Landmann, Tagelöhner oder Lastträger, denn meine Beschäftigung besteht darin, den Leuten um Lohn ihre Lasten zu tragen. Dies ist mein einziges Geschäft, das mich kümmerlich genug ernährt. Ich bin ein sehr armer Mann, habe Familie und weiß nichts anderes zu treiben, um mich und meine Familie vor dem Hungertode zu schützen.“ Der Hausherr, welcher an der Bescheidenheit und dem Anstande des Lastträgers Gefallen fand, und von seiner unglücklichen Lage gerührt wurde, sagte mit freundlicher Miene zu ihm: „Sei nochmals willkommen, du Lastträger! Wisse, auch ich heiße Sindbad wie du, ich bin Sindbad der Seemann, und du Sindbad der Landmann. Ich heiße dich daher als meinen Bruder willkommen. Deine Gesellschaft ist mir sehr angenehm und ich bin überzeugt, daß auch meine Gäste dich mit Vergnügen als Genossen unsers heutigen Festes aufnehmen werden.“ Die Gäste alle erhoben sich und bezeigten dem Lastträger ihre Freude über seine Gegenwart, worauf der Hausherr fortfuhr: „Ich möchte nun, daß du die Verse wiederholtest, welche ich dich vorhin sprechen hörte, da ich zufällig am Fenster stand.“

Bei diesen Worten senkte Sindbad, der sich schämte, voll Verlegenheit das Haupt und sagte: „Bei Gott, Herr! Nimm mir diese unüberlegten Worte nicht übel! Die große Müdigkeit und die Qual der Armut führt oft den Menschen zu törichten und unanständigen Reden!“ – „Glaube ja nicht,“ erwiderte der Hausherr, „dass ich so ungerecht sein kann, dir darum zu zürnen! Ich betrachte dich nun als meinen Bruder und du hast nur Gutes von mir zu erwarten. Ich bitte dich daher, sage mir ohne Scheu diese Verse noch einmal her.“ Der Träger trug nun noch einmal diese Verse vor und sie gefielen dem Hausherrn ungemein wegen des darin ausgesprochenen Vertrauens auf Gott. Nachdem er ihm seinen Beifall und Dank ausgedrückt hatte, sagte er zu ihm: „Wisse, o Bruder, daß ich mich recht gut in deine Lage versetzen und mit dir dein Unglück fühlen kann; aber ich will dir einen Irrtum benehmen, in welchem du, was mich betrifft, befangen zu sein scheinst. Du bildest dir ohne Zweifel ein, dass ich ohne alle Arbeiten und Entbehrungen in die angenehme Lage gekommen, in welcher du mich wirklich siehst, du irrst dich aber hierin sehr. Ich bin in diesen glücklichen Zustand erst gekommen, nachdem ich Jahre lang alle Mühseligkeiten des Leibes und der Seele erlitten habe, welche einem Menschen nur immer begegnen können! Ja, ihr Herren,“ setzte er hinzu, indem er sich an die Gesellschaft wendete, „die Mühseligkeiten und Gefahren, welchen ein Kaufmann sich unterwerfen muss, sind so ungeheuer, dass sie im Stande wären, dem habsüchtigsten Menschen die Lust zu benehmen, Meere und Länder zu durchziehen, um Reichtümer zu erwerben. Ihr habt vielleicht noch nichts als Gerüchte von meinen Reisen und den bestandenen Abenteuern gehört! Darum will ich sie euch selbst erzählen. Ich habe sieben Reisen gemacht, und jede bildet eine wunderbare Erzählung, die mit Gold geschrieben werden sollte, um jedermann zum Beispiel zu dienen!“

Hierauf ließ er Getränke herum reichen und begann dann folgendermaßen: „Wisset, ihr geehrten Herren! mein Vater, der ein sehr reicher Kaufmann war, starb, als ich noch ein kleiner Junge war, und hinterließ mir ein ungeheures Vermögen an liegenden Gütern, Geld und kostbaren Waren. Ich ließ mir wohl sein und verbrachte meine Zeit mit Festen, die ich meinen guten Freunden Tag für Tag gab. Unerfahren und leichtsinnig verprasste ich ungeheure Summen und dachte gar nicht daran, dass es mir je an irgendetwas fehlen könne. Jahre lang hatte ich so gelebt, bis ich zu meinem Schrecken bemerkte, dass mein Vermögen sinke und meine Freunde kälter zu werden begannen; nun kam ich freilich zur Vernunft, allein es war zu spät. Als ich mit meinen Verwaltern Rechnung hielt, fand sich, dass beinahe Alles durchgebracht war. Ganz betäubt von diesem Schlage warf ich mich zu Boden und aß und trank zwei Tage lang nichts. Da dachte ich an meine Freunde und ihre täglichen Versicherungen, ihr Leben für mich zu lassen; und ob ich gleich durch ihre Kälte in der letzten Zeit etwas misstrauisch geworden war, so fasste ich doch den Entschluss, bei ihnen herumzugehen und von jedem ein kleines Anlehen zu erbitten. Ich führte meinen Vorsatz sogleich aus, allein ohne den geringsten Erfolg, nicht einer von ihnen wollte mich anhören, vielweniger unterstützen. Die einen ließen sich vor mir verleugnen, die andern machten mir Vorwürfe und die Besten von ihnen begnügten sich mit kaltem Mitleid und leeren Ratschlägen. Mein Verhängnis hatte mich ereilt und ich konnte ihm nicht mehr entfliehen. Betrübt und verzweifelnd ging ich auf den Begräbnisplatz und warf mich weinend auf das Grab meines Vaters. Da fielen mir die Worte ein, die ich ihn oft von dem Herrn Suleimann, Friede sei mit ihm! sagen hörte: „Drei Dinge sind drei andern vorzuziehen! Der Sterbetag dem Geburtstag, ein lebendiger Hund einem toten Löwen, und ein Grab dem festesten Palaste!“ Ich klagte mich dann selbst an über meine Verblendung und bedauerte, so viel Zeit mit Nichtigkeiten verloren zu haben. Dann ging ich mit mir zu Rate, was ich tun sollte, um dem bedauernswertesten Elende auf Erden, der Armut im Alter, zu entgehen. Nach einiger Überlegung fasste ich den Entschluss, alle meine Kräfte aufzubieten, um die verlorene Zeit wieder zu ersetzen und das, was ich durch Zufall des Glückes gehabt hatte, mir durch eigenes Verdienst zu erwerben. Ich ging nach Hause, und unbekümmert um den Spott der Leute, die sich meines Verfalls freuten, versteigerte ich auf offenem Markte, was ich an Kleidungsstücken, Gerätschaften und liegenden Gütern noch besaß. Ungefähr 3000 Dirham war der Erlös davon, und das war der Rest von den Millionen, die mir mein Vater hinterlassen hatte. In der Stadt, wo ich so glücklich und angesehen, und nun so arm und verachtet war, wollte ich nimmer bleiben; mich trieb es, zu reisen, fremde Länder und Menschen zu sehen, und ich gedachte der Verse eines Dichters, welcher sagt:

„Eine hohe Stufe wird nach dem Maße der Anstrengungen erreicht. Wer hoch steigen will, muss manche Nacht durchwachen. Wer Perlen wünscht, muss in die Tiefe des Meeres tauchen, dann erst kann er Ansehen und Reichthum erwerben. Wer aber Hoheit und Ansehen wünscht, ohne mit Kraft darnach zu streben, der verliert sein Leben in unerfüllbaren Wünschen.“

Da bemerkte die Sultanin Schehersad den Anbruch des Tages und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort die Abenteuer Sindbads zu erzählen, wie folgt:

*******

Ich bin echt nicht Schuld an diesem Cliffhanger. Das ist so. Morgen also das erste Abenteuer. Und damit euch einen wunderschönen dritten Advent!

 
Textquelle: Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen. Zum Erstenmale aus dem arabischen Urtext treu übersetzt von Dr. Gustav Weil. Mit 2000 Bildern und Vignetten von F. Groß. Zweiter Band. Pforzheim: Dennig, Finck & Co. 1839, S. 41-49.
Bildquelle: Originalillustrationen des Bandes

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