9.7 Der Aschenhocker

Nee, nee, ich schließe nicht an das Thema von letzter Woche. Es gibt (leider) kein finnisches Aschenputtel, sondern ein weiteres Zaubermärchen, was dafür irgendwie an den Herrn der Ringe erinnert. Aber lest selbst…

Der Aschenhocker
(Ans Öterbotten)

Es waren einmal drei Brüder: zwei tüchtige, der dritte ein Aschenhocker. Ihnen waren die Eltern gestorben und sie waren arm zurückgeblieben. Darüber trauerten sie bitter und weinten, was sie weinen konnten. Nachdem sie lange Zeit getrauert, hatten sie einen Traum, worin ihnen der Vater befahl, der Reihe nach je eine Nacht am Schiffsstande die Gänse zu hüten. Zuerst ging der älteste Bruder dahin; aber nachdem er eine Zeitlang am Strande gesessen, fürchtete er sich so sehr in der Finsternis der Nacht, dass er davoneilte. Die Andern fragten den Heimkehrenden: „Was hast du erhalten?“ „Ihr werdet’s selber sehen, wenn eure Reihe kommt,“ sagte der Jüngling und ließ sich auf keine Erklärung ein. In der zweiten Nacht begab sich der mittlere Bruder auf die Wacht, und es ging ihm wie dem ältesten. In der dritten Nacht kam die Reihe an den Aschenhocker; er saß die ganze Nacht durch und fürchtete sich nicht.

Da kamen beim ersten Morgenroth drei Gänse an den Strand geflogen, streiften ihr Gefieder ab und versteckten es hinter einem Zaun; alsbald verwandelten sie sich in wunderschöne Mädchen und warfen sich ins Meer, um zu baden. Der Aschenhocker wählte sich derweilen heimlich die schönsten unter ihren Flügeln aus, steckte sie zu sich und ging wieder an seinen Platz. Nachdem die Jungfrauen eine Weile gebadet hatten, kamen sie wieder an den Strand, um heimzukehren; sie gingen an den Zaun, wo sich zweie wieder in ihr Gefieder kleideten und davonflogen; aber die dritte konnte nicht mit, denn sie fand ihre Flügel nicht. Da trat der Aschenhocker hervor und sagte zum Mädchen: „Hier sind deine Flügel; aber ich gebe sie dir nicht, wenn du nicht mein Weib wirst!“ Das Mädchen erklärte ihm darauf, dass sie eine Königstochter sei; dass sie und ihre Dienerinnen als Gänse an das Meer geflogen seien, um zu baden, und bat den Aschenhocker um ihre Flügel. Aber er blieb bei seiner ersten Bedingung und sagte: „Wenn du mich zum Gatten nimmst, gebe ich dir deine Flügel.“ Nun, der Jungfrau half ihr Zögern nicht, da der Tag bereits zu leuchten begann; sie gelobte also den Aschenhocker zu heiraten, erhielt ihre Flügel, bekleidete sich damit und flog als Gans in ihre Heimat, indem sie dem Aschenhocker zurief, er solle sie in ihrem Schlosse aufsuchen.

Der Aschenhocker ging heim, und die Brüder fragten ihn sogleich: „Nun, was hast du beim Gänsehüten erhalten?“ „Eine Königstochter zum Weibe,“ sagte der Aschenhocker. „Du wärst der Rechte für eine Königstochter!“ spotteten die Andern und glaubten ihm nicht. Aber der Aschenhocker machte sich sogleich auf den Weg zum Königsschlosse und sagte, dort angelangt, zur Jungfrau: „Ich bin gekommen, um dich zu holen; willst du mir jetzt folgen?“ „Gewiss,“ sagte das Mädchen; „aber wir dürfen dem Könige nichts davon sagen. Lass uns im geheimen die Hochzeit halten.“ „Wie sollten wir Hochzeit halten, ohne es dem Könige zu sagen?“ meinte der Aschenhocker. „Das ist es eben,“ sagte das Mädchen, „doch wenn du es meinem Vater sagst, wird er dir so viele Hindernisse entgegenstellen, dass du in Ewigkeit nicht darüber hin wegkommst.“ „Wie es auch gehe,“ antwortete der Aschenhocker, „ich sage es ihm doch!“ Darauf ging er zum Könige und brachte ihm sein Anliegen vor. „Nein, ich gebe dir meine Tochter nicht,“ erwiderte der König, „ehe du alle Bäume an dieser Bucht gefällt hast.“

Der Aschenhocker kam zu seiner Braut und sagte: „Wohl hat dein Vater uns ein Hindernis in den Weg gelegt: ich soll erst alle Bäume an dieser Bucht abhauen.“ „Habe ich es dir nicht vorhergesagt?“ antwortete die Braut. „Aber du wirst die Aufgabe erfüllen können, wenn er keine schlimmeren stellt. Gehe hin, fälle den einen Baum und sprich dabei die Worte: Der ganze Wald falle um! Alsdann liegen alle Bäume auf einem Haufen.“ Der Aschenhocker ging sogleich an seine Arbeit, fällte einen Baum und sagte dabei die Worte, die ihn seine Braut gelehrt hatte, und alle Bäume an der Bucht fielen hin. Da trat er vor den König und begehrte dessen Tochter, indem er sagte, dass alle Bäume abgehauen seien.

„Dafür bekommst du sie noch nicht,“ sagte der König, „nun musst du hingehen und alle die Baumstümpfe ausgraben.“ Wieder kam der Jüngling zu seiner Braut und sagte: „Dein Vater hat ein noch schlimmeres Hindernis aufgestellt: ich soll alle die Baumstümpfe herausreißen.“ „Das hätte ich mir denken können,“ antwortete die Braut; „aber auch das wirst du bewältigen, wenn das dritte nicht schlimmer wird. Gehe hin, hebe einen Stumpf heraus und sage dabei: Alle Baumstümpfe mögen sich aus der Erde heben! Dann geschieht es alsbald.“ Der Aschenhocker tat wie ihn seine Braut geheißen, — die Baumstümpfe lagen herausgerissen da, und er trat wieder vor den König und begehrte dessen Tochter. Aber dieser gab sie auch jetzt noch nicht, sondern befahl ihm das Goldgetreide aus dem Himmel zu holen, erst dann würde er sie erhalten.

Da ging der Aschenhocker mit gesenktem Kopf und trübem Sinn zu seiner Braut und sagte: „Diesmal ist die Aufgabe schwer: ich soll das Goldgetreide aus dem Himmel holen! Wie bringe ich das zustande?“ „Auch das wirst du schaffen können,“ antwortete die Braut; „wenn nichts Schlimmeres kommt!“ Darauf band sie ihm einen Sack um den Kopf, setzte ihn auf ein Pferd und sagte: „Reite, bis das Pferd unter dir zusammenstürzt; dann greife schnell nach oben und halte fest, was dir in die Hände kommt.“ Der Aschenhocker ritt von dannen, so dass der Schaum flog. Nachdem er lange geritten, stürzte sein Pferd; er griff sogleich nach oben und hielt das Goldgetreide in der Hand; aber da es sehr schwer war, fiel er damit hinunter und sank so tief in die Erde hinein, dass von ihm nichts sichtbar blieb als ein Büschelchen Haare.

Da steckte er nun in der Erde, und eine Wildente kam und baute ihr Nest auf seinem Kopfe; sie legte ihre Eier und fing an zu brüten. „Davon muss mir der Kopf bald faulen!“ meinte der Aschenhocker. Doch nach einer Weile kam ein Fuchs herangelaufen; der sah das Nest und fing an die Eier zu fressen. Der Aschenhocker griff nun schnell nach dem Schwanz des Fuchses und wurde von dem Tier, das sich gewaltsam loszureißen suchte, etwas in die Höhe gezogen. Am zweiten Tage kam ein Vielfraß, der sich auch über die Eier machte. Als der Aschenhocker auch diesen ergriff, ward er noch mehr in die Höhe gerückt. Endlich, am dritten Tage, kam ein Bär dahergelaufen und gewatschelt; der wollte das letzte Ei fressen. Da klammerte sich der Aschenhocker an den Fuß des Bären und wurde auf diese Weise ganz hinaufgezogen. Als er oben war, wusste er nicht, wohin sich wenden; irgendwohin musste er doch gehen.

Er schritt aufs geratewohl weiter und hörte einen großen Streitlärm; da eilte er hin. Als die Streitenden seiner gewahr wurden, erstaunten sie und riefen erfreut: „Aha! dahaben wir einen Braten!“ Doch der Aschenhocker sagte: „An mir ist nichts zu kochen noch zu braten; die Kälte, die lange Wanderung haben mir alles Fett und Fleisch abgezehrt!“ „Nun, wenn du nicht zum Braten taugst,“ sagten die Kämpfenden, „so schlichte unsern Streit.“ „Worüber seid ihr uneins geworden?“ fragte der Aschenhocker. „Über den Stab unseres Vaters selig; wenn man das eine Ende schwenkt, fallen die Feinde; schwenkt man das andere, dann ersteht das eigene Heer von den Toten. Bestimme du, wem von uns der Stab gehören soll.“ „Wie soll ich zwischen euch rechten?“ sagte der Aschenhocker. „Gebe ich ihn dem Einen oder dem Andern, immer wird mir der Eine zürnen, der ihn nicht erhalten hat. Das Beste ist, ihr lasst mir den ganzen Stab!“ „Gut, nimm ihn, geh deiner Wege!“ sagten darauf die Streitenden, gaben den Stab dem Aschenhocker, und er ging vergnügt weiter.

Nachdem er eine Weile gewandert war, hörte er aufs neue Kampfgeschrei. Er eilte hin. „Aha!“ rief man ihm wieder entgegen, „da kommt unser Braten!“ Der Aschenhocker versicherte eifrig: „An mir ist nichts zu kochen und zu braten. Die Kälte, die lange Wanderung haben Fett und Fleisch abgezehrt!“ „Nun, da man von dir keinen Braten hat, so schlichte unsern Streit!“ sagten die Männer. „Um was handelt es sich denn?“ „Um die Kappe unserer Mutter selig; wenn man die aufsetzt, wird man unsichtbar, wo man auch sei.“ „Wie soll ich das Urteil sprechen?“ sagte der Aschenhocker. „Gebe ich sie dem Einen, wird mir der Andre zürnen. Am besten ist’s, ihr schlagt sie mir zu!“ Um ihrem Streit ein Ende zu machen, gaben sie ihm die Kappe und sagten: „Da hast du sie, nimm! Geh deiner Wege!“ Und der Aschenhocker wanderte mit seiner Kappe weiter.

Nach einer Weile hörte er am dritten Ort Zanken und Streiten, und eilte den Stimmen nach dahin. Doch kaum ward er sichtbar, als man ihm zurief: „Aha, da ist ja unser Braten!“ „An mir ist nichts zu kochen noch zu braten,“ antwortete der Aschenhocker. „Die Kälte, die lange Wanderung haben mir alles Fett und Fleisch abgezehrt!“ „Nun, taugst du nicht zum Braten, so schlichte unsern Streit!“ „Was ist die Ursache desselben?“ „Die alten Schuhe unseres Vaters selig; siehe, die sind solcher Art, dass, wenn du sie anziehst, du hinkommen kannst, wohin du willst, und Niemand wird dir was zu leide tun können.“ „Es ist schwer euch zu einigen,“ meinte der Aschenhocker. „Gebe ich sie dem Einen, dann zürnt der Andere; am besten ist’s, ihr gebt mir die Schuhe!“ Den Männern däuchte der Rat gut und sie gaben ihm die Schuhe; da sie darüber doch nicht einig werden konnten, waren sie wenigstens den Streit los und konnten nach Hause gehen.

Nun, nachdem der Aschenhocker auch die Schuhe erhalten, wanderte er weiter und kam an ein Gehöft. Auch dort rief man ihm zu, als er kaum in die Thür getreten war: „Ha! endlich gibt es was zu essen!“ „Ihr findet wenig an mir zu essen,“ erwiderte der Aschenhocker; „die Kälte, die lange Wanderung haben alles Fett und Fleisch abgezehrt! Statt des Blutes habe ich nur Wasser und Knochen statt des Fleisches!“ „Bist du vielleicht selber hungrig?“ „Wie wäre ich es nicht? Während sechs Monaten habe ich kein Essen gesehen,“ sagte der Aschenhocker. Da erhielt er Speise und Trank, und nach dem Essen fragte er die Leute, ob sie nicht das Land des Königs kennten, zu dem er wollte. „Wir kennen es nicht,“ sagten die Leute; „aber es gibt hier Waldtiere, die es vielleicht wissen.“ Man rief sie zusammen und fragte sie; doch keines wusste es. Da gab man dem Aschenhocker einen Stein und hieß ihn denselben gut verwahren, er könnte ihm nötig sein. Der Aschenhocker steckte den Stein ein, verließ das Gehöft und kam an ein zweites.

Auch da wollte man ihn erst aufessen; aber als er versicherte, dass an ihm nichts zu essen sei, gab man ihm Speise und Trank und fragte, was er wolle. Der Aschenhocker sagte, dass er nichts Anderes begehre, als dass man ihm den Weg in des Königs Land zeige, den er nannte. „Selbst wissen wir nichts von dem Könige,“ sagten die Leute; „aber die Tiere im Walde wissen es vielleicht.“ Man rief sie alle zusammen und fragte sie nach dem Königreiche, wohin der Aschenhocker wollte; aber auch diese wussten nichts davon. Nun, da hier nichts zu tun war, gab man dem Aschenhocker auch aus diesem Hause einen Stein, und er ging weiter, bis er an ein drittes Gehöft kam.

Auch dort kannte man das Land nicht, nach dem er fragte; aber man meinte, die Vögel des Himmels würden es wissen. Man rief alle Vögel zusammen, und alle kamen auch, außer dem Adler. Doch auch sie sagten, dass sie das Königreich nicht wüssten. Da ging man auch den Adler zu suchen, aber der stellte sich taub; erst beim dritten Ruf kam er heran, sagte jedoch, dass er nichts wisse. „Du weißt es wohl,“ sagten die Leute, „aber du scheust die Mühe.“ „Nun ja, ich kenne das Reich,“ sagte der Adler, „aber der Weg dorthin ist schrecklich weit!“ Doch man befahl ihm den Mann dorthin zu tragen und nicht der Länge des Weges zu achten. Der Aschenhocker erhielt auch aus diesem Hause einen Stein und schwang sich auf den Rücken des Adlers.

Dieser stieg in die Lüfte und flog und flog; er mochte schon einige Wochen geflogen sein, da fragte er den Mann: „Hast du einen Stein in dem ersten Gehöft, darin du warst, erhalten?“ „Gewiss.“ „Gut, wirf ihn ins Meer!“ Der Aschenhocker tat es und es stieg an der Stelle eine Klippe empor, auf welcher der Adler eine Zeitlang rastete, bis er aufs Neue aufflog. Nachdem er eine Weile geflogen, fragte er den Mann wieder, ob er nicht aus dem zweiten Gehöft einen Stein erhalten habe. Der Mann bejahte es, und der Adler befahl ihm denselben ins Wasser zu werfen. Da, wo der Stein ins Wasser fiel, erhob sich alsbald eine Klippe, auf welche sich der Adler zur Rast niederließ. Bald flog er wieder auf, doch nach einer Weile fragte er aufs Neue: „Gab dir nicht meine Wirtin auch einen Stein?“ „Gewiss,“ sagte der Aschenhocker. „Wirf auch diesen ins Meer,“ belehrte ihn der Adler, und als der Mann es tat, entstand der dritte Ruheplatz für den Vogel. Dann flog dieser noch einmal auf und brachte den Mann alsbald an den Meeresstrand; dort setzte er ihn ab und fragte: „Nun, was gibst du mir zum Lohne?“ Es waren zwei Stiere am Ufer; da sagte der Aschenhocker: „Nimm von diesen, welcher dir besser gefällt.“ Nun, der Adler nahm den feisteren, fraß ihn auf und flog heimwärts.

Auch der Aschenhocker zögerte nicht lange, sondern ging in das Schloss des Königs, auf dem Kopfe die beim Streitschlichten erhaltene Kappe, welche ihn unsichtbar machte. So trat er in das Gemach seiner Braut. Drin saß die Jungfrau und weinte in ihrem bittern Leide; ihn konnte sie aber nicht sehen. Nach einer Weile hörte er, wie seine Braut der Magd gebot, Wasser aus dem Brunnen zu holen, und als das Mädchen hinging, folgte er ihr nach und schüttete etwas von dem Goldgetreide in das Gefäß. Das Mädchen brachte das Wasser; aber als die Königstochter es ansah, sagte sie: „Dieses ist nicht rein, bringe anderes!“ Die Magd ging hinaus, um neues zu holen; der Aschenhocker folgte ihr wieder nach und streute etwas mehr von dem Getreide ins Wasser. Auch dieses taugte der Königstochter nicht und sie befahl zum drittenmale ihr neues, ganz reines zu bringen. Als die Magd wieder an den Brunnen kam, schüttete der Aschenhocker alles Goldgetreide hinein, das er aus dem Himmel geholt hatte, und das Wasser wurde der Königstochter gebracht.

Diese sah das Goldgetreide, erkannte es und rief: „Da bist du ja, mein Geliebter! Verbirg dich nicht!“ Alsbald warf der Aschenhocker seine Kappe ab, ward sichtbar und sagte: „Ich habe schon eine Weile bei dir gesessen! Doch wo ist der König? Ich sehe ihn nicht!“ „Ach, sprich nicht von ihm,“ sagte die Jungfrau. „Sein ganzes Kriegsheer ist getötet, und wer weiß, ob er noch selber am Leben ist! Ich habe schon lange keine Kunde von ihm erhalten.“ „Nun, da muss ich sofort zu ihm, um ihm zu helfen,“ meinte der Aschenhocker. „Ach, geh nicht fort! eine ganze Woche bist du schon fortgewesen!“ flehte die Braut und suchte ihn zurückzuhalten. Aber der Aschenhocker sagte: „Ich gehe, weil ich gehen muss, doch bleibe ich nicht mehr lange fort!“ Damit begab er sich auf den Kampfplatz. Nach einiger Zeit kam ihm der König auf dem Wege entgegen und sah ganz trübselig aus. Der Aschenhocker begrüßte ihn und sagte: „Lass dein Trauern! Geh mit deinem Schwiegersohne auf den Kriegsschauplatz. Wer weiß, ob wir nicht siegen!“ Er gab dem Könige die Schuhe und die Kappe, behielt selber den Stab, und beide wanderten dahin. Sie kamen an den Kampfplatz. Dort war der Feind noch immer mit dem Bergen des Raubes beschäftigt, als der Aschenhocker ihnen zurief: „Sind noch Abnehmer vorhanden?“ „Gewiss, noch viele!“ schrie man ihm entgegen. Da schwenkte der Aschenhocker das eine Ende seines Stabes, und alsbald ward das eigne Heer wieder lebendig; dann schwenkte er das andre Ende, und alle Feinde fielen nieder.

Dann fragte er den König: „Nun, wie gefällt dir jetzt dein Schwiegersohn?“ „Wie kannst du noch so etwas fragen?“ antwortete der König. „Nimm meine Tochter zum Weibe und ich gebe dir das halbe Königreich als Morgengabe. Eine Woche nur warst du auf der Wanderschaft, eine Woche warst du fort; lang brauchtest du, um zu wachsen, nun bist du weise geworden!“ — Somit endet die Geschichte.

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Was meint ihr? Das mit der Armee der Toten? Oder bringe ich da gerade meine popkulturellen Märchenbezüge durcheinander?

 

Textquelle: Finnische Märchen übersetzt von Emmy Schreck. Mit einer Einleitung von Gustav Meyer. Weimar: Hermann Böhlau 1887, S. 35-48.
Bildquelle:

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