5.7 Die drei lustigen Jäger

Und schon ist wieder eine Woche rum. Was mich echt am meisten beeindruckt an den Märchen der Siebenbürger Sachsen? Das Augenzwinkern! Mutterwitz statt Moral-mit-der-Keule. Also in den Märchen, wo nicht später ein Deus-ex-Märchen herbeigezaubert wurde.

Daher zum würdigen Abschluss ein gaaanz kurzes Rätselmärchen, das herrlich durchgeknallt ist. Aber lest selbst…

Die drei lustigen Jäger

Es fanden sich einmal drei lustige Jäger zusammen: der eine war stockblind, der andere lendenlahm, der dritte splitternackt. Als sie nun in den Wald kamen, sah der Blinde einen Hasen und schoss ihn mausetot; aber der Hase machte sich nichts daraus und lief fort. Da eilte ihm der Lahme nach und fing ihn; der Nackte steckte ihn gleich in seine Taschen und alle drei gingen jetzt fröhlich nach Hause, brieten den Hasen und ließen sich es wohl schmecken.

„Nicht wahr, du hättest auch gerne mitgegessen?“

 

*******

Okay, weniger ein Rätsel als einfach nur herrlich durchgeknallt. Wobei man sich ja schon fragt, was die da alle gebraten haben… ;D
 

Textquelle: Deutsche Volksmärchen aus dem Sachsenlande in Siebenbürgen gesammelt von Joseph Haltrich, Professor am evangelischen Gymnasium zu Schätzburg. Berlin: Verlag von Julius Springer 1856, S. 323f.

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